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Immobilienfonds

Immobilienfonds investieren, wie der Name es bereits sagt in Immobilien. Immobilien gehören zu den Sachwertanlagen und unterliegen somit nicht der Inflation. Immobilienfonds eignen sich für Anleger die eine langfristige und risikoarme Geldanlage suchen. Besonders die Geschlossenen Immobilienfonds bieten steuerliche Vorteile wie z.B. Abschreibungsmöglichkeiten und steuerfreie Wertsteigerungen.

Bei Immobilienfonds unterscheidet man zwischen:

  • Geschlossene Immobilienfonds:
    Geschlossene Immobilienfonds dienen meist der Finanzierung eines ganz bestimmten Immobilienprojekts. Dies kann z.B. ein Einkaufszentrum, ein Bürohochhaus oder ein Flughafen sein. Sobald der Fond das notwendige Volumen erreicht hat, wird er geschlossen und die Ausgabe von Anteilen eingestellt. Der Anteilspreis der Fonds richtet sich nicht nach dem anteiligen Wert am Fondsvermögen sondern unterliegt der freien Preisfindung. Sie können auch nicht täglich verkauft werden. Finanzmarkler übernehmen die Suche nach einem Käufer für die Anteile, die verkauft werden sollen. Geschlossene Immobilienfonds können steuerliche Vorteile gegenüber offenen Immobilienfonds bieten.
  • Offene Immobilienfonds:
    Offene Immobilienfond geben unbegrenzt Anteilsscheine aus und nehmen sie auch börsentäglich zurück. Da diese Fonds in unterschiedliche Gebäude und Grundstücke investieren gibt es eine breitere Risikostreuung nach Standort, Mieterstruktur, Objektgröße und Nutzungsarten. Interessant sind die Entnahmepläne der offenen Immobilienfonds, mit denen man die regelmäßige Auszahlungen eines vorhandenen Guthabens organisieren kann. Dadurch sind offene Immobilienfonds eine echte Alternative zu Kapitallebensversicherungen und privaten Rentenversicherungen, die häufig weniger flexibel sind.

    Anforderungen an offene Immobilienfonds
    • Der Fond muss mindestens in 10 verschiedene Objekte investieren
    • Die einzelnen Objekte dürfen jeweils nicht mehr als 15 Prozent des Fondsvermögen ausmachen.
    • Das Fondsvermögen muss zu mindestens 5 Prozent in liquiden Mitteln investiert sein um jederzeit Fondsanteile zurücknehmen zu können.
    • Kredite sind nur bis zu 50 Prozent des Immobilienwertbestandes erlaubt.

Wichtigste Unterschiede zwischen geschlossenen und offenen Immobilienfonds

  • Die Zeichner der Zertifikate geschlossener Immobilienfonds erwerben wirtschaftliches Miteigentum an bestimmten Liegenschaften und gelten steuerrechtlich als Miteigentümer. Aus diesem Grund können Anteilseigner von geschlossenen Immobilienfonds die Abschreibungsmöglichkeiten des Einkommensteuergesetzes in Anspruch nehmen.
  • Die Zertifikate von geschlossenen Immobilienfonds werden meist nur in größeren Stückelungen - meist mit einem Nennwert von 500 Euro - ausgegeben.
  • Die Fondverwaltung von Geschlossenen Immobilienfonds sind nicht verpflichtet Anteilsscheine zurückzunehmen.
  • Geschlossene Immobilienfonds unterliegen nicht dem Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften.

Bei Investmentfonds unterscheidet man zwischen ausschüttenden und thesaurierenden Fonds. Bei thesaurierenden Immobilienfonds werden sämtliche Erträge automatisch wieder angelegt. Auf diese Weise kommt es zu einem Zinseszinseffekt und der Anleger umgehen die Wideranlagegebühren.

Rendite von offenen Immobilienfonds
Anlagedauer
durchschnittliche jährliche Rendite
10 Jahre (1994 bis 2004)
3,0 Prozent
20 Jahre (1984 bis 2004)
4,5 Prozent
30 Jahre (1974 bis 2004)
5,3 Prozent
Quelle: BVI