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Geldanlage in Aktien

Die Geldanlage in Aktien verspricht einen höheren Ertrag als die Geldanlage in festverzinslichen Wertpapieren. Zu berücksichtigen ist aber, dass die Geldanlage in Aktien erheblich risikobehafteter ist.

Um das Risiko bei der Geldanlage in Aktien überschaubar zu halten, hier einige Empfehlungen:

Empfehlung 1: Sich laufend gründlich informieren

Nach dem Kauf von Festverzinslichen Wertpapieren muss man sich eigentlich nicht länger um die Geldanlage kümmern. Bei der Geldanlage in Aktien ist dies anders. Die Entscheidung welche Aktie man kauft benötigt erheblich mehr Informationen und auch nach dem Kauf muss man laufend den Markt, die allgemeine wirtschaftliche Lage und natürlich die Entwicklung der Aktiengesellschaft beobachten. Das regelmäßige Lesen des Wirtschaftsteils der Tageszeitung, auch im Urlaub, und vertiefender Informationen wie zum Beispiel Börsenzeitungen, ermöglicht es den Aktionären häufig rechtzeitig Probleme oder Chancen für ihre Aktiengesellschaft zu erkennen und entsprechend darauf zu reagieren. Wer sich nicht laufend gründlich informiert geht erhebliche Risiken ein. Nach dem Urlaub erfahren diese Aktionäre z.B. dass es einen Börsencrash gab oder ein Gerichtsurteil negativ für die Aktiengesellschaft ausgegangen ist. Durch die regelmäßige Auswertung der Informationen entwickelt sich dann auch rasch ein Gefühl dafür, wie sich gewisse Ereignisse in den Börsenkursen widerspiegeln. Dies ist zwingend notwendig für einen langfristigen Erfolg an der Börse.

Empfehlung 2: Langfristig anlegen

Er Aktienmarkt unterliegt laufend Schwankungen. Je längerfristig in Aktien investiert wird, umso unwichtiger werden Tages-, Wochen- oder Monatliche Schwankungen. Bei einem Anlagezeitraum von zehn bis zwanzig Jahren wirken sich selbst kleinere oder mittlere Börsencrash nicht deutlich aus. Im langfristigen Vergleich boten Aktien bisher immer die besten Renditen. Je kürzer der Anlagezeitraum ist, umso höher ist das Risiko bei der Geldanlage in Aktien.

Empfehlung 3: Nur Geld in Aktien anlegen, das Sie langfristig verzichten können!

Das Risiko für empfindliche Kapitaleinbußen steigt erheblich, wenn Sie - ohne Rücksicht auf die aktuellen Kurs - zu einem bestimmten Zeitpunkt die Aktien verkaufen müssen. Phasen niedriger Kurse kann man aussitzen, wenn man auf das angelegte Kapital nicht angewiesen ist. Bei einer langfristigen Geldanlage in Aktien zur Alterssicherung sollte man beispielsweise ca. 5 Jahre vorher, zu Zeiten hoher Kurse, in festverzinsliche Wertpapiere wechseln.

Empfehlung 4: Auf Standartwerte setzen.

Die Aktien im DAX unterliegen erheblich geringeren Wertschwankungen und haben eine stabilere Wertentwicklung. Aus diesem Grund empfehlen sich Aktien des DAX und evtl. des MDAX für Börsenneulinge und für konservativere Anlagestrategien. Bei ausländischen Aktien sollte ebenso auf Blue Chips geachtet werden. Wenn, dann sollte nur ein kleiner Anteil des Depots risikoreichere Aktien enthalten, auch wenn Sie einen höheren Ertrag versprechen.

Empfehlung 5: Aktienanlage streuen

Je breiter die Anlage auf verschiedene Aktien und Märkte gestreut wird umso geringer ist das Risiko. Verluste bei einigen Aktenanlagen können so durch Gewinne bei anderen ausgeglichen werden. Eine Reduktion des Verlustrisikos reduziert aber auch die Gewinnmöglichkeiten. Eine breite Streuung schützt nicht gegen einen allgemeinen Abwärtsentwicklung an den nationalen und internationalen Börsen. Aktienfonds bieten bei geringen Anlagesummen eine gute Streuung.

Empfehlung 6: Anlageempfehlungen misstrauen

Misstrauen Sie Anlageempfehlungen. Anlageempfehlungen gibt es wie Sand am Meer. Börsenzeitungen, Börsengurus, Anlageberater geben laufend Anlageempfehlungen. Prüfen Sie diese Empfehlungen immer auf Ihre Plausibilität und treffen Sie eigene Entscheidungen, nachdem Sie sich gut Informiert haben. Denken Sie daran, wenn Ihr Anlageberater sicher wüsste, wie sich die Börse oder eine Aktie entwickelt, dann würde er Ihnen nicht gegenübersitzen, sondern im Monaco Ferrari fahren.

Empfehlung 7: Anlageentscheidungen laufend in Frage stellen

Neben dem ständigen Beobachten der Depowertentwicklung sollten Sie auch laufend Ihre Anlageentscheidungen in Frage stellen. Sind Gewinne zu realisieren, bieten andere Märkte oder Aktien bessere Ertragschancen oder ist es notwendig aus Verlustbringern auszusteigen?

Empfehlung 8: Beginnen Sie bescheiden

Sammeln Sie am Anfang mit kleinen Anlagebeträgen Erfahrungen und werden Sie nicht übermütig. Gerade Börsenneulingen entwickelt schnell ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein, nachdem die ersten Aktienspekulationen erfolgreich waren. Dabei wurden Sie vielleicht nur von dem allgemeinen Aktientrend getragen.